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Floh- und Zeckenprophylaxe beim Hund

24.05.11

Zunächst müssen Flöhe und Zecken als getrenntes Problem betrachtet werden:

Flohbiologie

Die Lebensweise unserer Haustiere unterstützt die Flöhe, sich stark zu vermehren. Der Hund steht als Nahrungsquelle das ganze Jahr regelmäßig zur Verfügung, er lebt in einer geheizten Wohnung und er trifft sich immer wieder mit Artgenossen, die sich ebenfalls als „Flohernährer“ eignen. Nachdem der Floh „seinen“ Hund erobert hat saugt er sofort Blut und beginnt bereits nach 24 Stunden mit der Eiablage.

Flohprophylaxe

Welche Möglichkeiten des Schutzes gibt es?

  • Wird ein Hund mit einem Insektizid (z.B Frontline) geschützt, tötet dieses den Floh hoffentlich innerhalb der ersten 24 Stunden; leider gelingt dies nicht immer, da die Flöhe zunehmend resistent werden. Dann hat man ein Flohproblem, obwohl der Hund „geschützt“ war.
  • Ein anderer Weg ist die „Anti-Baby-Pille“ (Program) für Flöhe. Sie verhindert zuverlässig, dass der Floh lebensfähige Eier ablegt und somit können keine Flohnester entstehen. Eine Restistenzbildung ist bis jetzt nicht bekannt. Werden einmal, dann allerdings unfruchtbare, Flöhe gefunden, können diese ohne Zeitdruck mit einem Insektizid abgetötet werden, um dem Hund den Juckreiz zu ersparen.

Zeckenprophylaxe

Ein Schutz gegen Zecken wird immer wichtiger, da sie die gefürchtete Borreliose übertragen. Aus diesem Grund muss es das Ziel der Prophylaxe sein, die Zecken am Biss zu hindern. Dieses wird nur von einem Wirkstoff, dem Permethrin (Preventic) erreicht. Diese Substanz hat eine sog. Repellensfunktion, d.h. die Zecke verlässt den Hund, ohne gebissen zu haben. Die Anwendung erfolgt in Abständen von 3 Wochen, vom Frühjahr bis zum Herbst, in Form von Nackentropfen.

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